Stephanusgemeinschaft Kahl e.V.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung – Was ist das?

Hier stellt sich zuerst einmal die Frage: Was bedeutet Qualität in einer Kindertagesstätte?
Keine Frage, dass es dazu die unterschiedlichsten Antworten gibt: Je nach Sicht der Kinder, der Eltern bzw. Familien, des pädagogischen Personals, des Trägers oder auch der kommunalen oder staatlichen Stellen sind die Schwerpunkte und die Qualitätsmerkmale anders gewichtet.
Mit Freunden zusammen sein, sich wohlfühlen zählen ebenso zur Qualität einer Einrichtung wie das Erlernen sozialer, emotionaler und kognitiver Kompetenzen.
Aber auch der wirtschaftliche Einsatz der vorhandenen finanziellen Mittel und die Arbeitsbedingungen des Personals gehören dazu.

Mit Blick auf die Vielfalt dieser Sichtweisen bedeutet für uns Qualität in unseren Einrichtungen:
  • Die gesamte Arbeit an den Qualitätszielen, die sich die Kindergärten im Rahmen des Diözesanen Qualitätsmanagementprojekts gesetzt haben, zu orientieren.
  • Die im Qualitätshandbuch beschriebenen Prozesse in der täglichen Kindergartenarbeit umzusetzen und sie regelmäßig auf ihre Eignung zu überprüfen.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben, deren persönliche Einstellung zu den ihnen anvertrauten Kindern mit den Grundlagen und Leitlinien ihrer pädagogischen Arbeit übereinstimmt und die ihre Arbeit ernst nehmen.
  • Die unterschiedlichsten Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes eines jeden Kindes praktisch umzusetzen.
  • Elternwünsche und die Lebenssituationen von Familien in unsere tägliche Arbeit einzubeziehen.
  • Als Träger Rahmenbedingungen für eine gute Personal-, Raum- und Sachausstattung zu schaffen.
Wir bemühen uns um eine überzeugende Qualität unserer Arbeit und wollen transparent machen, wie wir diese Qualität zu sichern versuchen.
Im Wesentlichen geschieht dies durch:
  • Monatliche einrichtungsübergreifende Dienstbesprechungen des Trägers mit den Kindergartenleitungen
  • Konzeptionellen Austausch zwischen Träger, Kindergartenpersonal und Eltern
  • Regelmäßige Elternbefragungen
  • Fortbildungen der Mitarbeiter/innen und des Trägers.

QUALITÄTSMANAGEMENT IM KINDERGARTEN?!

Seit geraumer Zeit hat in Deutschland eine öffentliche Diskussion um die Qualität in Kindertageseinrichtungen eingesetzt mit dem Anspruch, das Beste für Kinder zu wollen und für eine familienergänzende Bildung, Erziehung und Betreuung in Einrichtungen einzutreten, die den Ansprüchen von Familien gerecht wird.
Innerhalb der anhaltenden Debatte stellte sich bereits 2001 auch in unseren Einrichtungen die Frage, wie sich Qualität definieren, darstellen, messen und sichern lässt und welche Möglichkeiten es gibt, Qualität systematisch zu verbessern.
Ebenso setzte sich der Caritasverband der Diözese Würzburg mit diesem Thema auseinander und erarbeitete gemeinsam mit der Firma Colibri Management Service aus Denzlingen das Konzept „QM elementar“ auf der Grundlage des Total-Quality-Management, verbunden mit Arbeitsmethoden der DIN ISO 9000, und empfahl die Einführung dieses Qualitätsmanagementsystems für alle katholischen Einrichtungen der Diözese.
In Diskussionen zwischen Vorstand und Kindergartenleiterinnen und innerhalb des Personals wägten wir Sinn und Zweck eines Qualitätsmanagementsystems ab und kamen Anfang 2003 zu dem Entschluss, an dem Beratungsprojekt „QM elementar“ teilzunehmen. Damit wollen wir die Qualität in den Kindergärten sichern und, am Bedarf von Kindern und Eltern orientiert, weiterentwickeln, um dem stetigen Wandel in der Gesellschaft und den damit verbundenen Bedürfnissen von Familien Rechnung zu tragen.

Darüber hinaus ist es uns auch wichtig, Ziele zu erreichen wie
  • Das christliche Leitbild als Grundlage für das tägliche Handeln bewusst zu machen
  • Mitarbeiter stets weiter zu qualifizieren
  • Abläufe und Verantwortlichkeiten transparent darzustellen
  • die Arbeit in der Einrichtung effektiv und effizient und zunehmend lenkbar zu gestalten.

Von September 2003 bis Frühjahr 2006 nahmen die Leiterinnen der Kindergärten Kahl gemeinsam mit Gertraud Bergmann (als Fachliche Leitung in Vertretung des Vorstandes) an diesem Beratungsprojekt teil. In zehn eintägigen Projekttagen im Abstand von vier bis sechs Wochen wurden inhaltliche Schwerpunkte anhand eines Beispielhandbuches vorgestellt und erarbeitet.

Diese waren:
  • Verantwortung des Trägers und der Leitung und Grundsätze des Qualitätsmanagements
  • Personalentwicklung, Prozesslenkung
  • Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen
  • Fehlerkultur und Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen
  • Zusammenarbeit mit den Eltern und Bestimmung der Dienstleistungsprofile
  • Pädagogische Planung und Dokumentation
  • Schutz des Kundeneigentums und Beurteilung der Dienstleistungsqualität
  • Mittelverwendung, Einkauf und Beschaffung, Lagerung und Transport
  • Interne Begutachtung, internes Audit-Qualitätskonferenz, Datenanalyse-Zusammenarbeit mit (Kirchen-)Gemeinde und Öffentlichkeit

Für diese Schwerpunkte wurden Ziele erarbeitet und dazu einzelne Prozesse, je nach Inhalt, zwischen Kindergartenpersonal und Träger diskutiert und detailliert beschrieben. So ist ein Qualitätshandbuch entstanden, das Richtschnur für die täglich Arbeit ist.

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